Das diesjährige Human Rights Film Festival in Zürich zeigte Anfangs April den Spielfilm «Lost Land», die bewegende Geschichte von Shafi (4) und seiner Schwester Somira (9) und macht damit die Realität von Rohingya-Kindern auf der Flucht eindrücklich sichtbar. Save the Children Schweiz war als Partnerorganisation mit dabei.
Lost Land (HARÀ WATAN) - ein Film von Akio Fujimoto (Trailer)
Kindheit im verlorenen Land
Neben dem Film stand auch der Austausch im Zentrum: In der Podiumsdiskussion hat Adam Cianciara, Head Foundations, Major Donors & Legacies bei Save the Children Schweiz, aufgezeigt, welchen Herausforderungen Rohingya-Kinder täglich begegnen und welche konkreten Massnahmen notwendig sind, um ihnen Perspektiven zu eröffnen.
Im Fokus der Diskussion standen insbesondere Mädchen: Viele von ihnen haben keinen Zugang zu Bildung und sind erhöhten Risiken wie Isolation und Kinderehen ausgesetzt.
Mit unserem Peer-Education-Programm in Bangladesch stärken wir seit 2019 Mädchen in ihrem Umfeld, arbeiten eng mit Familien und Gemeinschaften zusammen und fördern so nachhaltige Veränderungen für mehr Bildung und Gleichberechtigung.
Der Abend hat einmal mehr gezeigt: Es braucht langfristiges Engagement und starke Partnerschaften, um Kindern echte Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
Bildung für Rohingya-Mädchen in Bangladesch
Tausende Rohingya-Kinder in den Vertriebenenlagern Bangladeschs haben keinen Zugang zu Bildung – besonders Mädchen sind benachteiligt. Strenge Geschlechternormen und Sicherheitsbedenken hindern viele daran, die Schule zu besuchen oder ihre Unterkunft allein zu verlassen. Isolation und frühe Ehen sind häufig die Folge. Unser Peer-Education-Programm (PEP) bietet seit 2019 eine effektive und kulturell sensible Lösung: Mädchen, die in Lernzentren eingeschrieben sind, unterrichten andere Mädchen, die nicht zur Schule gehen, in einem sicheren Umfeld. Seit dem Start haben bereits Tausende von Mädchen das Programm abgeschlossen und sind in die formale Bildung übergegangen.
Human Rights Film Festival Zurich
Das Human Rights Film Festival Zurich ist ein unabhängiges Filmfestival, das mit seinem Fokus auf die Menschenrechte brenzlige gesellschaftliche und politische Konfliktlinien beleuchtet, aber auch die leisen Geschichten auf die Leinwand bringt. Dank seiner hochstehenden und künstlerisch anspruchsvollen Filmauswahl sowie dem jährlich wachsenden Rahmenprogramm ist es zum Fixpunkt in der Zürcher Kulturlandschaft geworden.