Geflüchtete Kinder, Jugendliche und Eltern sind besonders verletzlich. Ihre Lebenserfahrungen sind oftmals geprägt von materieller Entbehrung, Mangel an Bildungs- und Spielmöglichkeiten, existenzieller Unsicherheit, Verlust oder Gewalt. Viele der geflüchteten Kinder und Eltern sind mit psychosomatischen Belastungsreaktionen aufgrund traumatischer Erlebnisse konfrontiert. Diese können durch den Asylprozess, die unklaren Zukunftsaussichten, den Alltag in einer fremden Umgebung und in Kollektivstrukturen zusätzlich verstärkt werden.

In die Schweiz geflüchtete Kinder und Jugendliche, insbesondere auch jüngere Kinder im Vorschulalter, benötigen daher von Beginn an adäquate Beschäftigungs- und Lernmöglichkeiten, eine kindgerechte Umgebung, Schutz vor weiteren Gewalterfahrungen sowie psychosoziale Unterstützungsangebote, damit sie ihre besonderen Herausforderungen bewältigen können.

Fachpersonen, Behörden und ehrenamtlich Engagierte benötigen dazu ein fundiertes Fachwissen und einfach umsetzbare Arbeitshilfen. Diese werden nachfolgend in den Bereichen Frühförderung und non-formale Bildung, Kindesschutz und kindgerechte Unterbringung sowie Elternarbeit und psychosoziale Gesundheit zur Verfügung gestellt.

Frühförderung und non-formale Bildung

Die frühe Kindheit hat für die Entwicklung eines Menschen einen besonders hohen Stellenwert. Zahlreiche Studien belegen, dass die Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten in den ersten Lebensjahren einen entscheidenden Einfluss auf die späteren Lebenschancen in Schule und Beruf ausüben. Es ist daher besonders wichtig, geflüchteten Kindern im Vorschulalter, aber auch aus allen anderen Altersgruppen, vielfältige Erfahrungsräume und Lerngelegenheiten zu bieten. Dass diese nicht zwingend schulischer Natur sein müssen, zeigen die nachfolgenden Fachartikel und Arbeitshilfen aus unseren Angeboten der kinderfreundlichen Räume.

Fachartikel, Studien und Berichte


Kindesschutz und kindgerechte Unterbringung

Um das Wohl eines Kindes sicherzustellen, benötigt es ausreichende Ernährung und ein Dach über dem Kopf, Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt, liebevolle Zuwendung und verlässliche Beziehungen, eine sichere Lebensorientierung sowie Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind in besonderem Masse auf Schutz vor (weiteren) Gewalterfahrungen, Vernachlässigung und Ausbeutung angewiesen. Fachpersonen, Behörden und ehrenamtlich Engagierte stehen daher in der Pflicht, Unterkünfte und Angebote als für Kinder sichere Orte zu gestalten. Die folgenden Fachartikel und Arbeitshilfen geben dazu nötiges Hintergrundwissen.

Fachartikel, Studien und Berichte


Elternarbeit und psychosoziale Gesundheit

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder. Erziehung und Betreuung im Asyl- und Migrationskontext ist aufgrund der ökonomischen, sozialen, psychischen und physischen Belastungen sowie des eingeschränkten Handlungsspielraums jedoch für viele geflüchteten Eltern eine anspruchsvolle Aufgabe. Zumal viele Eltern und Kinder aufgrund ihrer Erlebnisse traumabedingte Belastungsreaktionen bewältigen müssen. Die nachfolgenden Artikel und Webseiten geben Fachpersonen und Eltern ausführliche Informationen, wie sie die psychosoziale Gesundheit von Familien und Kindern fördern können.

Fachartikel, Studien und Berichte


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