Schutz vor Kinderhandel

In unserem Projekt haben wir es uns zum Ziel gesetzt, den Kinderhandel in Sri Lanka wirksam zu bekämpfen. Zudem wollen wir die Schutzmechanismen für von Kinderhandel betroffene Kinder verbessern.

Durch das Projekt werden wir einen besseren Informationsaustausch zwischen der lokalen und kommunalen Ebene wie auch der nationalen Ebene sicherstellen.

Ein konkretes Ziel unseres Projektes ist es, zivilgesellschaftliche Organisationen zu befähigen, die Bemühungen der Regierung zur Bekämpfung des Kinderhandels auf lokaler Ebene zu unterstützen. Darüber hinaus arbeiten wir mit staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren zusammen, um alle Formen des Menschen- und Kinderhandels in Sri Lanka zu identifizieren und Kinder davor zu schützen.

Um das Verständnis und die Berichterstattung über den Menschenhandel zu verbessern, haben wir ein nationales Vermittlungs- und Forschungsprogramm gestartet. Dieses hilft, die Faktoren zu verstehen, die dazu führen, dass Kinder einem Risiko von Menschenhandel ausgesetzt sind. Gleichzeitig können wir damit Informationen sammeln, um die Bedeutung der Arbeit in diesem Bereich für Politik und Öffentlichkeit aufzuzeigen.

Icon Hand-in-Hand

Ziel 1 Zivilgesellschaftliche Organisationen werden befähigt, die Bemühungen der Regierung zur Bekämpfung des Menschenhandels auf lokaler Ebene zu unterstützen.

Icon Kinderschutz

Ziel 2 Unterstützung aller Beteiligten (z.B. Polizei, Behörden, etc.), um alle Formen von Opfern zu identifizieren und wirksamen Schutz zu bieten.

Icon Informieren

Ziel 3 Verbesserung des Verständnisses und der Berichterstattung über Fälle von Menschenhandel durch nationale Forschung.

Mädchen lesen in einer der Spiel- und Erholungsecken von Save the Children.

Die Zivilgesellschaft als wichtiger Teil

Die sri-lankische Zivilgesellschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Kinderhandels. Daher ist es wichtig, sie besser zu informieren, um sie aktiv zur Verhinderung von Kinderhandel miteinbeziehen zu können und auch auf politischer Ebene eine Verbesserung zu erreichen.

Aus unserer Arbeit im Bereich des Kinderhandels wissen wir, dass Kinder in diesem Zusammenhang verschiedenen Risiken ausgesetzt sind:

  • Kinder können sexuell ausgebeutet und als Arbeitskraft ausgenutzt werden
  • Sie werden zum Sextourismus gezwungen
  • Sie werden zum Betteln oder zu kriminellen Aktivitäten gezwungen

Wir rufen der Bevölkerung fortwährend das Ausmass von Kinderhandel in Erinnerung, damit wir tatsächlich etwas an der Situation für Kinder ändern können.

Mit Beteiligung der lokalen Vollzugsbehörden, einschliesslich der Gemeindepolizei, der lokalen Regierungsbeamten, der zivilgesellschaftlichen Akteure und der Gemeinden, wollen wir die Massnahmen zur Bekämpfung des Kinderhandels stärken. Zudem arbeiten wir mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, damit wir Opfer von Kinderhandel identifizieren können. Um das zu erreichen organisieren wir Schulungen, Sensibilisierungs- und Diskussionsforen und fördern einen verstärkten Informationsaustausch sowie die Koordination zwischen den verschiedenen Interessengruppen. Damit können wir die Risiken des Kinderhandels, denen Minderjährige ausgesetzt sind, identifizieren und nachverfolgen.

Ein weiteres Ziel ist die Einführung neuer Instrumente, die Kinder effektiv schützen bzw. ihre Situation verbessern können. So erarbeiten wir beispielsweise Richtlinien für die Befragung von Opfern. Wir schulen lokale Hilfsorganisationen in den Bereichen Hilfe, Vermittlung und Schutz für die von Kinderhandel Betroffenen und ermöglichen es, dass sie, direkt Hilfe leisten können. Damit helfen wir den nichtstaatlichen Akteuren, auf eine möglichst nachhaltige Weise eine grössere Rolle im Bereich der Bekämpfung des Kinderhandels zu spielen.

Da die zivilgesellschaftlichen Akteure den Kindern täglich am nächsten stehen können, ist es entscheidend, sie zu befähigen. So können sie eine aktive Rolle beim Schutz der Kinder vor Kinderhandel einzunehmen!

Sofyen Khlafaoui Sofyen Khalfaoui, Leiter Migration & Schutz bei Save the Children Schweiz

Auf sich gestellt Kinder wie Lisa aus Nigeria sind am stärksten von Menschenhändlern bedroht. Einige werden zu Handarbeit, Hausarbeit, Drogenschmuggel und Prostitution gezwungen.

Innovativer Ansatz

Aus unserer Erfahrung und dank Analysen aus Projekten wissen wir, wie wichtig es ist zivilgesellschaftliche Organisationen wie lokale Nicht-Regierungsorganisationen in unsere Arbeit miteinzubeziehen und ihnen eine aktive Rolle bei der Prävention und der Bekämpfung von Kinderhandel in Sri Lanka zu geben.

Eine der innovativen Komponenten unseres Projekts ist eine Hotline, die im Zusammenhang mit der öffentlichen Informationskampagne über Kinderhandel eingerichtet wurde und die erste ihrer Art in Sri Lanka ist. Sie wurde im Rahmen einer Kooperation von der Internationalen Organisation für Migration eingeführt.

Darüber hinaus können wir durch eine öffentliche Informationskampagne über soziale Medien mehr Menschen auf das Thema aufmerksam machen. So erreichen wir, dass die Allgemeinheit besser informiert ist und Fälle melden kann.

Das Projekt enthält zudem eine Forschungskomponente, mit der wir versuchen, den Kinderhandel in Sri Lanka besser zu verstehen: welche Kinder sind besonders gefährdet, welche Faktoren begünstigen Migrationsbewegungen und in welchen geografischen Gebieten kommt Ausbeutung besonders häufig vor. Durch die Untersuchung dieser Fragen soll die Forschung neue Erkenntnisse über den Kinderhandel erhalten, die dann laufend in die Projektplanung und die konkreten Aktionen zur Bekämpfung des Kinderhandels in Sri Lanka einfliessen.

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