Gesundheitsprojekt mit Schwerpunkt auf Lungenentzündung

In unserem Projekt wollen wir die Behandlung von Lungenentzündungen in den städtischen Slums von Nairobi verbessern. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren. Unser Projekt soll ein praxisnahes Modell entwickeln, das auch in anderen Ländern angewendet werden kann.

Lungenentzündung ist weltweit die Hauptursache für Kindersterblichkeit. Sie kostet mehr Kinderleben als Malaria und Durchfallerkrankungen zusammen. Im Jahr 2016 starben rund 880’000 Kinder an Lungenentzündung, obwohl die Behandlung bekannt und verhältnismässig kostengünstig ist.

In der ersten Phase dieses Projekts konzentrieren wir uns auf die Sammlung von Daten aus Gesundheitseinrichtungen und der Bevölkerung von städtischen Slums. So erreichen wir eine Verbesserung der Richtlinien für die Handhabung von Lungenentzündungen bei Kindern im Alter von 2 bis 59 Monaten in den privaten und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen Nairobis. Zudem können wir die Probleme bezüglich dem Zugang der Bevölkerung aus Slums zur Behandlung von Lungenentzündung besser verstehen.

Die zweite und dritte Phase konzentriert sich auf Pilotprojekte, um das in der ersten Phase entwickelte Modell und die Möglichkeiten für eine nachhaltige Ausweitung zu testen. Um die langfristige Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten, arbeiten wir mit dem Gesundheitsministerium und lokalen Partnern zusammen.

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Lungenentzündung ist für den Tod von mehr Kindern unter fünf Jahren verantwortlich als jede andere Krankheit.

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50% der Todesfälle durch Lungenentzündung im Kindesalter treten in Afrika südlich der Sahara auf.

Ein Arzt verabreicht Khadija (5 Monate) lebensrettende Antibiotika

Khadija wurde mit einer schweren Lungenentzündung, akuter Unterernährung und Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert. Glücklicherweise sprach sie gut auf die Behandlung an und erholte sich wieder.

Slums und informelle Siedlungen in Nairobi

Nairobi ist eine Drehscheibe für Wirtschaft und Kultur mit einem der grössten Aktienmärkte Afrikas. Allerdings beherbergt es auch einige der dichtesten, unhygienischsten und unsichersten Slums. Kinder und Familien darin haben nur begrenzten Zugang zu medizinischer Versorgung.

In Nairobi gibt es über 100 Slums und informelle Siedlungen, und der Zugang zu medizinischer Versorgung ist schlecht. In Kibera, dem grössten Slum Nairobis, werden beispielsweise mehr als 250’000 Menschen nur von 10 öffentlichen Gesundheitsdienstleistern versorgt. Deshalb konzentrieren wir uns in unserem Projekt speziell auf die benachteiligte Bevölkerung in den Slums.

In der ersten Phase des Projekts erreichen wir rund 3000 Kinder im Alter von 2-59 Monaten direkt durch Behandlungen, 295 Mitarbeitende des Gesundheitswesens, 50 ehrenamtliche Mitarbeitende im Gesundheitswesen sowie Gesundheitsmanager und politische Entscheidungsträger im Land.

Das kenianische Gesundheitsministerium ist einer der Hauptpartner für die Durchführung des Projekts. Dies bietet zusätzliche Möglichkeiten, das Projekt auf andere geographische Regionen anzupassen und so auch in anderen städtischen Slums die Behandlung von Lungenentzündungen zu verbessern.

Krankenschwester Jedidah, behandelt den einmonatigen Ekeno gegen Symptome einer Lungenentzündung.

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