Entwicklung einer Zeitschriften-Ausgabe in einer Asylunterkunft Im Rahmen einer Projektwoche wird in einer Asylunterkunft gemeinsam mit den dort lebenden Kindern und Jugendlichen eine Ausgabe der Kijuma-Zeitschrift entwickelt.
Kijuma
Unser „Kijuma – Kinder- und Jugendmagazin“ stellt die Perspektiven, Träume und Anliegen sowie den Alltag von geflüchteten Jugendlichen in einer Asylunterkunft ins Zentrum. Beim Lesen der Magazin-Ausgaben wird schnell klar: Flucht ist nur ein Aspekt einer Biografie. Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind in erster Linie junge Menschen mit ganz individuellen Interessen und Ansichten. Und sie haben oftmals sehr gute Ideen, wie sich ihre Lebenssituation verbessern liesse.
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Space Skills Sports
Um Verbesserungen dreht sich auch das Pilotprojekt „Space Skills Sports“ für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Mit räumlichen Veränderungen für mehr Rückzugsmöglichkeiten (Space), Workshops zu Stress- und Konfliktbewältigung (Skills) sowie Kontaktaufnahme zu lokalen Freizeitorganisationen (Sports) werden die Kompetenzen und das Wohlbefinden der geflüchteten Jugendlichen gefördert.
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Kijuma – Kinder- und Jugendmagazin
Mit dem „Kijuma – Kinder- und Jugendmagazin“ werden geflüchtete Kinder und Jugendliche zu Redakteur:innen und bringen ihre Anliegen und Erfahrungen mit ihrer eigenen Zeitschrift in den öffentlichen Diskurs ein.
Mitwirkung der Kinder und Jugendlichen Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden mit kreativen und spielerischen Methoden dabei begleitet, eigene Beiträge für die Zeitschrift zu gestalten und ihre Ideen einzubringen.
Auseinandersetzung mit Kinderrechten Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen setzen sich zudem mit den Kinderrechten und ihrem Alltag in der Asylunterkunft und der Schweiz auseinander. Save the Children greift die von den Kindern und Jugendlichen formulierten Wünsche und Verbesserungsvorschläge auf und bespricht sie mit den zuständigen Stellen.
Publikation der Zeitschrift Die Zeitschrift erscheint dreimal jährlich. Sie wird online publiziert.
KIJUMA Magazin & Archiv
Impressionen aus der Projektwoche
Space Skills Sports
Beim Pilotprojekt Space-Skills-Sports steht das psychische und soziale Wohlbefinden der unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten im Vordergrund. Mit verschiedenen Massnahmen werden die Jugendlichen dabei unterstützt, sich in ihrer neuen Umgebung wohlzufühlen und auf einen konstruktiven Umgang mit ihrem Stress-Erleben zu fokussieren.
Das Projekt setzt dazu auf verschiedenen Ebenen an:
Ebene Asylzentrum (Space) Der Auftakt des Projektes widmet sich dem Wohlbefinden der Jugendlichen innerhalb ihres 'Space', das heisst der räumlichen Gestaltung der Unterkunft. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden und den Jugendlichen werden Massnahmen definiert, die den Jugendlichen in der Asylunterkunft mehr Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre ermöglichen.
Individuelle Ebene (Skills) An Workshops werden den Jugendlichen konkrete Techniken vermittelt, wie sie Stress mithilfe von sportlichen oder kreativen Tätigkeiten reduzieren und wie sie das Zusammenleben mit Feedbackmethoden konfliktfreier gestalten können. Dadurch werden die Jugendlichen gestärkt, selbstwirksam mit fluchtbedingten Belastungen und den Herausforderungen des Alltags in einer Gemeinschaftsunterkunft umzugehen.
Ebene Gemeinde (Sports): Save the Children organisiert einen Austausch zwischen lokalen Freizeitangeboten in der Gemeinde der Asylunterkunft und den Jugendlichen und Mitarbeitenden. Durch das gegenseitige Kennenlernen soll der Besuch von Freizeitkursen für Jugendliche ermöglicht werden.
Institutionelle Ebene Die Mitarbeitenden einer Unterkunft stehen oftmals selbst unter einer sehr hohen Arbeitsbelastung, die sie daran hindert, ausreichend Zeit für die Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen einsetzen zu können. Save the Children zeigt Mitarbeitenden an einer Schulung Möglichkeiten auf, mit kleinen Interventionen die Beziehungsgestaltung und Konfliktbearbeitung im Alltag zu verbessern. Mit dem Jugendwagen und einem Informations-Ordner erhalten die Mitarbeitenden weiterführende Ideen und konkretes Material für die Umsetzung des Gelernten.